Das Pharmaunternehmen CSL Behring plant, seine Belegschaft am Standort Wankdorf in Bern zu reduzieren. Das Unternehmen bestätigte am Montag, dass Stellenstreichungen für den langfristigen Erfolg und zur Aufrechterhaltung seiner globalen Rolle im Gesundheitswesen notwendig sind. Die genaue Anzahl der betroffenen Stellen wurde vom Unternehmen nicht offiziell bekannt gegeben, aber lokale Berichte deuten auf eine erhebliche Reduzierung hin.
Wichtige Erkenntnisse
- CSL Behring nimmt Stellenstreichungen am Standort Bern Wankdorf vor.
- Das Unternehmen nennt die Notwendigkeit einer „Weiterentwicklung“, um den langfristigen Erfolg zu sichern.
- Berichten zufolge sind in Bern etwa 180 Arbeitsplätze gefährdet.
- Die geplanten Reduzierungen überschreiten die Schwelle für ein obligatorisches Konsultationsverfahren.
- Diese lokale Massnahme folgt einer globalen Ankündigung zur Reduzierung der Belegschaft durch die Muttergesellschaft CSL Limited.
Personalabbau am Standort Bern
CSL Behring, ein globales biopharmazeutisches Unternehmen mit seiner Muttergesellschaft in Melbourne, Australien, leitet einen Personalabbau ein. Die Kürzungen werden verschiedene Funktionen innerhalb der Schweizer Niederlassungen betreffen, insbesondere am Standort Wankdorf in Bern.
Das Unternehmen erklärte, dass diese Massnahmen Teil einer umfassenderen Strategie seien. Sie zielen darauf ab, die Position von CSL Behring als zuverlässiger Partner im globalen Gesundheitssystem für die Zukunft zu sichern. Dieser Schritt spiegelt einen Fokus auf operative Effizienz und strategische Ausrichtung wider.
Kurzfakten
- Unternehmen: CSL Behring (Schweizer Tochtergesellschaft von CSL Limited)
- Standort: Wankdorf, Bern, Schweiz
- Bestätigte Massnahme: Geplante Stellenstreichungen
- Gemeldete Anzahl betroffener Stellen: Rund 180
- Aktuelle Belegschaft in Bern: Rund 1.800 Mitarbeitende
Konsultationsverfahren eingeleitet
Obwohl CSL Behring die genaue Anzahl der abzubauenden Stellen nicht bestätigt hat, deutete das Unternehmen an, dass die Reduzierungen die Schwelle überschreiten, die ein formelles Konsultationsverfahren erfordert. Das Schweizer Arbeitsrecht schreibt Konsultationen vor, wenn in Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitenden mehr als 30 Angestellte entlassen werden.
CSL Behring beschäftigt derzeit rund 1.800 Mitarbeitende in Bern. Dies bedeutet, dass das Unternehmen die Parameter für obligatorische Konsultationsverfahren gut erfüllt und die Vertretung der Arbeitnehmenden im Prozess gewährleistet ist.
„Diese ‚Weiterentwicklung‘ ist notwendig, um langfristig erfolgreich zu sein und unsere Rolle als zuverlässiger Partner im Gesundheitswesen weltweit zu sichern.“
Breiterer Kontext der globalen Umstrukturierung
Die geplanten Stellenstreichungen in Bern sind kein Einzelfall. Sie stehen im Einklang mit einer grösseren Umstrukturierungsinitiative, die von der Muttergesellschaft CSL Limited angekündigt wurde.
Im vergangenen August gab CSL Limited Pläne bekannt, seine globale Belegschaft an allen Standorten um bis zu 15 Prozent zu reduzieren. Diese globale Vorgabe schafft die Grundlage für regionale Anpassungen, einschliesslich derer, die nun den Berner Standort betreffen.
Hintergrundinformationen
CSL Behring ist ein führendes globales Biotherapeutika-Unternehmen. Es stellt aus Plasma gewonnene Therapien und rekombinante Produkte her. Diese Produkte werden zur Behandlung schwerer Krankheiten wie Hämophilie, primärer Immundefekte und hereditärem Angioödem eingesetzt.
Das Unternehmen ist in der Schweiz stark präsent, insbesondere in Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion. Seine Aktivitäten tragen wesentlich zur lokalen Wirtschaft und Beschäftigung bei.
Auswirkungen auf Forschung und Entwicklung
Vor dieser jüngsten Ankündigung bestätigte CSL Behring auch Änderungen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Die Berner F&E-Abteilung wird mit einer Einheit in Zürich zusammengelegt.
Diese Konsolidierung deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin, wie das Unternehmen seine Innovationsbemühungen in der Schweiz organisiert. Die langfristigen Auswirkungen auf F&E-Rollen in Bern bleiben abzuwarten, aber die Fusion deutet auf einen stärker zentralisierten Ansatz hin.
Ausblick für die Mitarbeitenden
Der Konsultationsprozess wird Gespräche zwischen der Unternehmensleitung und den Arbeitnehmervertretungen umfassen. Ziel ist es, die Auswirkungen der Stellenstreichungen, wo immer möglich, abzumildern. Dies kann die Prüfung von Optionen wie internen Versetzungen, Frühpensionierungen oder Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Anstellung umfassen.
Die von diesen Änderungen betroffenen Mitarbeitenden stehen vor einer Zeit der Unsicherheit. Das Engagement des Unternehmens für einen fairen und transparenten Konsultationsprozess wird in dieser herausfordernden Zeit entscheidend sein. Lokale Behörden und Arbeitsorganisationen werden die Situation voraussichtlich genau beobachten, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und das Wohlergehen der Mitarbeitenden zu gewährleisten.
- Das Konsultationsverfahren ist aufgrund der Anzahl der geplanten Entlassungen obligatorisch.
- Arbeitnehmervertretungen werden mit der Geschäftsleitung über Alternativen diskutieren.
- Unterstützungsmassnahmen für betroffene Mitarbeitende sind typischerweise Teil solcher Prozesse.




