Die jährliche Licht- und Tonshow Rendez-vous Bundesplatz in Bern beendete ihre 15. Ausgabe und zog schätzungsweise 465.000 Besucher an. Die Veranstaltung mit dem Titel "Voyage" verwandelte die Fassade des Bundeshauses in eine Leinwand für globale Wahrzeichen, trotz Phasen mit herausforderndem Wetter.
Wichtige Erkenntnisse
- Rendez-vous Bundesplatz 2023 zog 465.000 Besucher an.
- Die Show mit dem Namen "Voyage" zeigte globale Wahrzeichen.
- Schweizerisch-tibetische Aktivisten veranstalteten eine Protest-Lichtshow wegen des Ausschlusses von Inhalten.
- Die nächste Veranstaltung ist für Oktober bis November 2026 geplant.
"Voyage" nimmt Zuschauer mit auf eine globale Reise
Das diesjährige Rendez-vous Bundesplatz, das vom 18. Oktober bis 22. November stattfand, präsentierte eine visuell beeindruckende Weltreise. Die etwa 30-minütige Show wurde auf die Fassade des Bundeshauses projiziert.
Zum ersten Mal wurden die Lichtprojektionen von Live-Musik begleitet, was das immersive Erlebnis für das Publikum verstärkte. Das Spektakel wurde jeden Abend dreimal aufgeführt, sodass viele Menschen die Vorführung miterleben konnten.
Besucherzahlen
- 2023: 465.000 Besucher für "Voyage"
- 2022: Fast 621.000 Besucher für "Volare"
Zuschauer sahen ikonische Bauwerke wie den Eiffelturm in Paris, die alten Pyramiden Ägyptens und Indiens Taj Mahal auf dem historischen Gebäude zum Leben erwachen. Das Thema "Voyage", was auf Deutsch 'Reise' bedeutet, sollte das Publikum in verschiedene Ecken der Welt entführen.
Kontroverse um den Ausschluss von Inhalten
Während die Hauptshow viele fesselte, fand am Samstagabend eine separate Veranstaltung statt. Schweizerisch-tibetische Aktivisten organisierten ihre eigene Lichtshow und einen Protest. Sie projizierten tibetische Flaggen auf ein nahegelegenes Gebäude.
Die Aktivisten hoben hervor, was sie als Unterdrückung Tibets durch China bezeichneten. Sie kritisierten insbesondere die Entscheidung der Parlamentsdienste, Bilder mit Bezug zu Tibet aus dem ursprünglichen "Voyage"-Konzept zu entfernen.
"Das ist Selbstzensur und eine Kapitulation vor politischem Druck aus China", erklärte die Vereinigung der tibetischen Jugend in Europa (VTJE).
Hintergrund des Vorfalls
Die Kontroverse entstand, nachdem die ursprünglichen Pläne für "Voyage" Berichten zufolge Bilder enthielten, die Tibet repräsentierten. Diese Elemente wurden jedoch später aus der endgültigen Präsentation der Show am Bundeshaus ausgeschlossen.
Die Gruppe nutzte ihre unabhängige Lichtprojektion, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Ihre Demonstration zielte darauf ab, das Bewusstsein für die politische Situation in Tibet und die umfassenderen Auswirkungen solcher Inhaltsentscheidungen zu schärfen.
Auswirkungen auf die Besucherzahlen und zukünftige Pläne
Die Organisatoren berichteten, dass rund 465.000 Menschen die 15. Ausgabe des Rendez-vous Bundesplatz besuchten. Diese Zahl deutet auf ein starkes Interesse an der Veranstaltung hin, obwohl sie einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Im Jahr 2022 zog die Show mit dem Titel "Volare" fast 621.000 Besucher an. Die geringere Besucherzahl des laufenden Jahres könnte teilweise auf die von den Organisatoren erwähnten "ungünstigen Wetterbedingungen" zurückzuführen sein.
Vorbereitung auf das nächste Spektakel
Die Lichtshow am Bundeshaus ist zu einer geschätzten jährlichen Tradition in Bern geworden. Sie zieht sowohl Einheimische als auch Touristen auf den Bundesplatz.
Die nächste Ausgabe dieses beliebten Lichtspektakels ist bereits geplant. Sie wird vom 17. Oktober bis 21. November 2026 stattfinden. Diese frühzeitige Ankündigung ermöglicht eine umfassende Planung und Vorfreude für zukünftige Zuschauer.
- Die Show dauert etwa 30 Minuten.
- Sie zeigt globale Wahrzeichen auf der Fassade des Bundeshauses.
- Live-Musik war dieses Jahr eine neue Ergänzung.
- Die Veranstaltung ist ein bedeutendes kulturelles Highlight für Bern.
Das Rendez-vous Bundesplatz bleibt eine Hauptattraktion und verwandelt das Herz von Bern in eine lebendige Darstellung von Licht und Ton. Die Mischung aus Kunst und öffentlichem Engagement bleibt ein Schlüsselmerkmal der jährlichen Veranstaltung.




