Der renommierte Prix Sana, verliehen von der Fondation Sana in Bern, hat kürzlich zwei bemerkenswerte Frauen für ihr unermüdliches Engagement zur Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen ausgezeichnet. Monika Bodmer aus Volketswil und Dina Hediger erhielten die Ehrung während einer Zeremonie in Zürich und leisteten jeweils einen bedeutenden Beitrag in ihren jeweiligen Bereichen.
Die Auszeichnungen würdigen Personen, die aussergewöhnliche Initiative und Hingabe zeigen, um das Wohlergehen gefährdeter Bevölkerungsgruppen in der ganzen Schweiz zu verbessern. Dieses Jahr wird der Prix Sana zum 14. Mal verliehen.
Wichtige Erkenntnisse
- Monika Bodmer erhielt den Prix Sana für ihre Arbeit mit dem Verein ABRI, der tiergestützte Therapie zur Unterstützung traumatisierter Kinder, Kranker und älterer Menschen einsetzt.
- Dina Hediger wurde für die Gründung von Frühchen & Neokinder Schweiz geehrt, einer Organisation, die Eltern von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen wichtige Unterstützung und Informationen bietet.
- Jede Preisträgerin erhielt 15'000 Schweizer Franken und eine einzigartige Skulptur des Künstlers Gottfried Honegger.
- Die Fondation Sana zielt darauf ab, das Gesundheitswesen zu stärken und Versorgungslücken durch diese jährlichen Auszeichnungen zu schliessen.
Monika Bodmer: Heilung durch Tierverbindungen
Monika Bodmers persönliche Reise befeuert ihr tiefes Engagement, anderen zu helfen. Sie erlebte eine schwierige Kindheit, geprägt von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung. Trotz dieser Herausforderungen widmet sie ihr Leben der Unterstützung von Menschen, die ähnliche Schwierigkeiten durchmachen.
Seit einem Jahrzehnt ist Frau Bodmer eine Stütze für Kinder und Jugendliche mit traumatischer Vergangenheit. Ihr Verein ABRI mit Sitz in Volketswil weitet seine Hilfe auf kranke, ältere und unheilbar kranke Menschen aus.
Der Verein ABRI in Aktion
- ABRI-Mitglieder besuchen Kinderheime, Einrichtungen für Kinder mit Zerebralparese und Pflegeheime.
- Sie spenden auch schwer kranken und sterbenden Menschen Trost.
- Der Verein setzt in seiner therapeutischen Arbeit eine Vielzahl von Tieren ein, darunter Hunde, Schildkröten, Meerschweinchen und Pferde.
Die Tiere dienen als Brücke und helfen traumatisierten Kindern, schwierige Erfahrungen zu verarbeiten. Sie fördern Gefühle der Verbundenheit und Sicherheit, wodurch Kinder Vertrauen aufbauen und positive Erinnerungen sammeln können. Dieser einzigartige Ansatz bietet unschätzbare emotionale Unterstützung.
„Irgendwann trifft es uns alle, und dann sind wir dankbar, wenn eine Hand da ist, die echte Hilfe anbietet“, erklärte Monika Bodmer ihre Motivation.
Frau Bodmer betont die Wichtigkeit, Tabus zu brechen und schwierige Themen offen zu diskutieren. Sie glaubt, dass Kinder oft durch die Maschen fallen und eine starke Grundlage benötigen. Kranke und sterbende Menschen bräuchten ebenfalls wichtige Unterstützung, bemerkte sie.
Dina Hediger: Eine Lebensader für Eltern von Frühgeborenen
Dina Hedigers Auszeichnung würdigt ihre entscheidende Arbeit mit Frühchen & Neokinder Schweiz, einer Organisation, die sie vor drei Jahren gegründet hat. Ihre Motivation entspringt ihrer eigenen Erfahrung als Mutter eines zu früh geborenen Kindes.
Wenn Kinder zu früh oder mit gesundheitlichen Komplikationen zur Welt kommen, sind Eltern mit einer Flut von Emotionen, Ängsten und Fragen konfrontiert. Frau Hediger kennt diese Herausforderungen aus erster Hand. Ihre Organisation etablierte sich schnell als wichtige Ressource für betroffene Familien.
Frühgeburt verstehen
Eine Frühgeburt, oft als „prätermale Geburt“ bezeichnet, tritt auf, wenn ein Baby vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. Diese Säuglinge benötigen oft spezialisierte medizinische Versorgung auf neonatologischen Intensivstationen (NICUs). Die emotionalen und praktischen Anforderungen an die Eltern können immens sein.
Frühchen & Neokinder Schweiz bietet umfassende, fachkundige Informationen und persönliche Berichte von anderen Eltern. Diese zentralisierte Ressource hilft Familien, den komplexen Weg der Pflege eines Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen zu meistern.
Die Organisation engagiert sich auch aktiv in Präventions- und Aufklärungskampagnen. Diese Initiativen decken verschiedene Aspekte der Schwangerschaft und die spezifischen Bedürfnisse kranker oder frühgeborener Kinder ab, um die Gesamtergebnisse zu verbessern.
Erweiterung der Unterstützung durch Peer-Netzwerke
Unter Dina Hedigers Führung bieten heute mehr als 80 Freiwillige Peer-Unterstützung in grossen Spitälern in der Deutschschweiz und im Tessin an. Diese Freiwilligen leisten Unterstützung am Krankenbett und bieten Eltern in Not Trost und Gespräche.
Der Einfluss der Organisation erstreckt sich auf Forschungs- und Pflegeprojekte. Frau Hediger und ihr Team setzen sich für die Patientenperspektive ein und stellen sicher, dass die Bedürfnisse der Betroffenen gehört und in die Behandlungspläne integriert werden.
Auswirkungen von Frühchen & Neokinder Schweiz
- Über 80 Freiwillige leisten Peer-Unterstützung in Spitälern.
- Die Organisation bietet spezialisierte Informationen und Elternerfahrungen.
- Sie beteiligen sich an Forschungs- und Pflegeprojekten, um Patientenansichten zu vertreten.
Dr. med. Christoph Hamann, der Frau Hediger für die Auszeichnung nominiert hat, lobte ihre Bemühungen. Er glaubt, dass sie beispielhaft zeigt, wie Patientenbedürfnisse im Gesundheitssystem besser berücksichtigt werden können, was zu verbesserten Behandlungen führt. Dr. Hamann ist überzeugt, dass ihr Engagement langfristig bedeutende Veränderungen bewirken wird.
Der Prix Sana: Anerkennung aussergewöhnlichen Engagements
Die Fondation Sana mit Sitz in Bern spielt eine entscheidende Rolle bei der Stärkung des Gesundheitswesens und der Beseitigung von Versorgungslücken. Dies erreicht sie durch die gezielte Unterstützung und Ehrung von Einzelpersonen, Projekten und Organisationen, die einen Unterschied machen.
Der Prix Sana ist eine jährliche Auszeichnung, und dieses Jahr ist die 14. Verleihung. Bisher wurden 37 Einzelpersonen und Organisationen mit Preisen im Gesamtwert von über 400'000 Schweizer Franken ausgezeichnet.
„Unsere diesjährigen Preisträger setzen sich aus Überzeugung für das Wohl anderer ein und verändern so Leben. Mit dem Prix Sana würdigen wir ihre Initiative und Leistung“, erklärte Rolf Leutert, Präsident des Stiftungsrates.
Jede der diesjährigen Preisträgerinnen erhielt 15'000 Schweizer Franken. Sie erhielten auch eine einzigartige Prix Sana Skulptur, die vom renommierten Schweizer Künstler Gottfried Honegger geschaffen wurde. Diese Auszeichnungen bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern dienen auch als öffentliche Anerkennung ihrer tiefgreifenden Beiträge.
Nominationen für den Prix Sana 2026
Die Fondation Sana ermutigt die Öffentlichkeit, Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen für den Prix Sana 2026 zu nominieren. Die Stiftung sucht diejenigen, die Initiative und ein starkes Engagement für die Gesundheit und das Wohlergehen anderer zeigen.
Nominationen können bis zum 31. März 2026 über die Website der Stiftung eingereicht werden. Unter allen Einreichungen wird ein Betrag von 1'000 Schweizer Franken verlost. Die nächste Preisverleihung ist für Herbst 2026 geplant.




