Ein Mann aus Bern hat eine bedingte Geldstrafe und eine ordentliche Geldstrafe erhalten, nachdem er heimlich nackte Saunagäste in der Aare gefilmt hatte. Der Einzelne benutzte versteckte Kameras, die in einem Wald gegenüber dem Lorrainebad platziert waren, wo sich die Menschen nach der Nutzung einer Jurten-Sauna in den Wintermonaten abkühlen.
Der Täter, dessen Handlungen sich über zwei Winter erstreckten, wurde gefasst, nachdem Spaziergänger die versteckten Aufnahmegeräte entdeckt hatten. Polizeiliche Ermittlungen führten im November 2025 zu seiner Verurteilung.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Berner Mann filmte zwei Winter lang heimlich nackte Saunagäste.
- Versteckte Kameras wurden in der Nähe der Aare beim Lorrainebad gefunden.
- Der Mann wurde im November 2025 verurteilt.
- Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 4900 Franken und eine Busse von 700 Franken.
- Das Motiv war persönliche sexuelle Befriedigung.
Entdeckung versteckter Kameras
Der Vorfall kam ans Licht, als Passanten versteckte Kameras im Wald fanden. Diese Geräte waren am gegenüberliegenden Ufer der Aare platziert, direkt vor einer Treppe. Saunagänger im Lorrainebad nutzen diese Treppe, um für ein kaltes Bad in den Fluss zu steigen, eine gängige Praxis nach einem Saunagang.
Das Lorrainebad betreibt im Winter traditionelle Jurten-Saunen. Diese Einrichtung macht den Ort beliebt für diejenigen, die ein einzigartiges Wellness-Erlebnis suchen, oft verbunden mit Nacktbaden im Fluss.
Wichtige Daten
- Februar 2024: Die Aktivitäten des Mannes wurden aufgedeckt.
- November 2025: Der Mann wurde rechtlich verurteilt.
- Die Filmaufnahmen fanden über zwei Wintersaisons vor der Entdeckung statt.
Polizeiliche Ermittlungen und Motiv
Nach der ersten Meldung über die Kameras ging die Polizei früheren Informationen nach. Dies führte zu einer Hausdurchsuchung beim Mann in Bern. Die Behörden beschlagnahmten bei der Durchsuchung mehrere elektronische Geräte und Datenspeicher.
Der offizielle Strafbefehl, den die "Berner Zeitung" einsehen konnte, enthüllte die Motivation des Mannes. Er filmte die Personen zur persönlichen sexuellen Befriedigung zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Feststellung war zentral für die Anklage gegen ihn.
"Der Mann filmte die Nacktbadenden, um sich zu einem späteren Zeitpunkt persönlich sexuell zu befriedigen."
Rechtliche Konsequenzen für den Täter
Das Gericht befand den Mann der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte für schuldig. Dieser Vorwurf hat ein erhebliches rechtliches Gewicht, insbesondere wenn es um die verdeckte Überwachung privater Aktivitäten geht.
Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 4900 Schweizer Franken. Diese Art von Strafe bedeutet, dass die Zahlung ausgesetzt wird, unter der Bedingung, dass der Täter innerhalb einer bestimmten Bewährungszeit kein weiteres Verbrechen begeht.
Bedingte Geldstrafen verstehen
Eine bedingte Geldstrafe in der Schweiz ist eine aufgeschobene Strafe. Die verurteilte Person muss die Geldstrafe nicht sofort bezahlen, wenn sie bestimmte Bedingungen einhält, typischerweise das Vermeiden weiterer Straftaten innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens. Dies soll zukünftiges kriminelles Verhalten abschrecken.
Zusätzlich zur bedingten Geldstrafe muss der Mann eine direkte Busse von 700 Schweizer Franken zahlen. Gerichtskosten in Höhe von 980 Schweizer Franken wurden ebenfalls auferlegt, was die finanzielle Belastung seiner Verurteilung erhöht.
Zusätzlicher Vorwurf: Irreführung der Justiz
Dem Täter wurde zusätzlich die Irreführung der Justiz vorgeworfen. Dies resultierte aus einem Versuch, seine Spuren zu verwischen. Er hatte zuvor eine der installierten Kameras als gestohlen gemeldet.
Diese Handlung verkomplizierte den Fall zusätzlich und führte zu einer weiteren Verurteilung. Die Irreführung der Justiz ist ein schweres Vergehen, das die Integrität rechtlicher Verfahren untergräbt.
- Bedingte Geldstrafe: 4900 Franken
- Direkte Busse: 700 Franken
- Gerichtskosten: 980 Franken
- Verurteilt wegen Verletzung der Privatsphäre.
- Verurteilt wegen Irreführung der Justiz.
Auswirkungen auf die Gemeinschaft und öffentliches Bewusstsein
Die Entdeckung der versteckten Kameras löste Besorgnis in der lokalen Gemeinschaft aus. Öffentliche Räume, selbst solche, in denen Nacktbaden akzeptiert ist, sollen frei von verdeckter Überwachung sein.
Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung der Wachsamkeit der Bürger. Die Handlungen der Spaziergänger, die die Kameras entdeckten, waren entscheidend, um den Täter vor Gericht zu bringen. Es dient auch als Erinnerung für Einzelpersonen, sich ihrer Umgebung bewusst zu sein, selbst in scheinbar privaten Aussenbereichen.
Die Behörden betonen, dass Verletzungen der Privatsphäre, insbesondere solche, die durch sexuelles Interesse motiviert sind, ernst genommen werden. Das schnelle Handeln des Gerichts in diesem Fall stärkt den rechtlichen Schutz von Personen vor solchen Eingriffen.




