Die Kantonspolizei Bern warnt die Bevölkerung nach mehreren Meldungen über «falsche Handwerker», die in den Regionen Mittelland-Emmental-Oberaargau und Bern unterwegs sind. Diese Personen wenden betrügerische Taktiken an, um sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen und Wertgegenstände zu stehlen.
Wichtige Erkenntnisse
- Falsche Handwerker zielen auf Wohnungen im Raum Bern ab.
- Sie geben sich als Vertreter verschiedener Dienste aus, um Zutritt zu erhalten.
- Vier gemeldete Fälle führten zum Diebstahl von Schmuck und Bargeld.
- Die Polizei rät zur Vorsicht und zur Überprüfung der Ausweise, bevor man Zutritt gewährt.
Die Betrugsmasche verstehen
Die Täter wenden eine gleichbleibende Methode an, um ihre Verbrechen zu begehen. Eine Person nähert sich einer Wohnung und behauptet, eine Hausverwaltung, einen Handwerkerservice oder einen Energieversorger zu vertreten. Ihr Ziel ist es, den Bewohner davon zu überzeugen, dass sie Zugang zur Wohnung für eine Inspektion oder Reparatur benötigen.
Einmal drinnen, lenkt der Betrüger den Bewohner mit einem Gespräch ab oder führt ihn in einen bestimmten Bereich der Wohnung. Während dieser Ablenkung betritt ein Komplize die Wohnung durch eine unverschlossene Tür, oft den Haupteingang. Diese zweite Person sucht dann nach Wertgegenständen und stiehlt diese.
Fakt: So funktionieren die Betrügereien
Die Kantonspolizei Bern berichtet, dass in vier jüngsten Fällen Diebe erfolgreich Wertgegenstände, darunter Schmuck und Bargeld, gestohlen haben. Die Opfer entdecken den Diebstahl oft erst, nachdem die Täter das Gelände verlassen haben.
Jüngste Vorfälle verdeutlichen das Risiko
Die Meldungen über solche Vorfälle haben in den letzten Tagen zugenommen. Betroffen sind die Region Mittelland-Emmental-Oberaargau und der weitere Raum Bern. Diese Verbrechen unterstreichen die Bedeutung von Wachsamkeit und Skepsis, wenn unerwartete Besucher an Ihrer Tür erscheinen.
Die Polizei betont, dass sich Bewohner niemals unter Druck gesetzt fühlen sollten, unbekannten Personen Zutritt zu ihren Wohnungen zu gewähren. Es ist entscheidend, proaktive Schritte zum Schutz des persönlichen Eigentums und zur Gewährleistung der Sicherheit zu unternehmen.
«Die Täter gingen immer nach einem ähnlichen Muster vor», erklärte die Kantonspolizei Bern in einer Medienmitteilung und hob die organisierte Natur dieser Betrügereien hervor.
Schützen Sie sich und Ihr Zuhause
Die Kantonspolizei Bern hat klare Ratschläge gegeben, um Bewohnern zu helfen, nicht Opfer dieser Betrügereien zu werden. Diese Tipps konzentrieren sich auf die Überprüfung von Identitäten und die Sicherung des Zugangs zu Ihrem Zuhause.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass seriöse Dienstleister Termine in der Regel im Voraus vereinbaren. Unangekündigte Besuche sollten immer Misstrauen wecken, insbesondere wenn sie sofortigen Zugang fordern.
Hintergrund: Der Modus Operandi
Der Betrug mit den «falschen Handwerkern» beruht auf der Schaffung eines Gefühls der Dringlichkeit oder Autorität. Indem sie sich als offizielle Vertreter ausgeben, wollen die Kriminellen typische Sicherheitsmassnahmen umgehen und Vertrauen ausnutzen. Ihre Ablenkungsmethode ermöglicht es einem Komplizen, ungesehen zu agieren.
Empfehlungen der Polizei für Bewohner
- Lassen Sie keine unangekündigten Fremden in Ihr Zuhause. Widerstehen Sie jeglichem Druck, Ihre Tür zu öffnen.
- Nutzen Sie Gegensprechanlagen oder kommunizieren Sie durch ein geschlossenes Fenster mit unbekannten Personen.
- Fragen Sie immer nach einem Ausweis. Prüfen Sie jeden vorgelegten Ausweis sorgfältig.
- Kontaktieren Sie direkt die Hausverwaltung oder die zuständige Behörde, um die Identität der Person und die Legitimität ihres Besuchs zu überprüfen. Bitten Sie sie, draussen zu warten, während Sie den Anruf tätigen.
- Schliessen Sie Ihre Tür ab, auch wenn Sie mit jemandem ausserhalb des Grundstücks sprechen.
- Wenn Sie sich unwohl fühlen, vereinbaren Sie einen späteren Termin und lassen Sie eine Vertrauensperson anwesend sein.
- Besprechen Sie diese Tipps mit Nachbarn, insbesondere älteren Bewohnern, und bieten Sie ihnen an, bei der Überprüfung verdächtiger Besucher zu helfen.
Meldung verdächtiger Aktivitäten
Die Polizei fordert jeden auf, der verdächtiges Verhalten beobachtet, dies sofort zu melden. Eine frühzeitige Meldung kann den Behörden helfen, weitere Vorfälle zu verhindern und die Kriminellen festzunehmen.
Ihre Beobachtungen können der Strafverfolgung wichtige Informationen liefern. Zögern Sie nicht, die Polizei zu kontaktieren, wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt, auch wenn noch kein Verbrechen begangen wurde.
Wichtig: Polizei kontaktieren
Wenn Sie verdächtige Aktivitäten beobachten oder Bedenken haben, kontaktieren Sie die Kantonspolizei Bern über die Notrufnummern 112 oder 117.
Informiert zu bleiben und diese Richtlinien zu befolgen, kann das Risiko, Opfer dieser betrügerischen Taktiken zu werden, erheblich reduzieren. Das Bewusstsein in der Gemeinschaft ist ein wirksames Mittel zur Kriminalprävention und zur Gewährleistung der Sicherheit aller Bewohner.




