Bern wird ein neues parlamentarisches Besucher- und Informationszentrum am Bundesplatz 2 erhalten. Das Projekt, das im ehemaligen Gebäude der Credit Suisse untergebracht ist, soll bis 2029 eröffnet werden. Diese Initiative wird eine interaktive Ausstellung zur Schweizer Demokratie bieten und neue Bildungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit schaffen.
Wichtige Erkenntnisse
- Neues parlamentarisches Besucherzentrum am Bundesplatz 2 geplant.
- Standort ist das ehemalige Gebäude der Credit Suisse, das nun leer steht.
- Das Projekt strebt eine Eröffnung bis 2029 an, vorbehaltlich der parlamentarischen Genehmigung.
- Erwartete Investition von 28 Millionen Schweizer Franken.
- Eine interaktive Ausstellung zur Schweizer Demokratie wird ein Hauptmerkmal sein.
Bundesversammlung genehmigt Projektfortführung
Die Administrationsdelegation der Bundesversammlung hat einstimmig die Fortsetzung der Planung für das neue Besucher- und Informationszentrum genehmigt. Diese Entscheidung folgt der Verfügbarkeit erheblicher Flächen im ehemaligen Gebäude der Credit Suisse, das nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS AG leer stand.
Die Abstimmung der Delegation, mit zwei Enthaltungen, ebnet den Weg für die nächste Phase. Sie plant, im nächsten Jahr einen Kreditantrag beim Parlament zu stellen. Diese Finanzierung ist entscheidend, damit das Projekt wie geplant voranschreiten kann.
Projekt auf einen Blick
- Standort: Bundesplatz 2, Bern
- Zieleröffnung: 2029
- Geschätzte Investition: 28 Millionen Schweizer Franken
- Jährliche Betriebskosten: 6 Millionen Schweizer Franken
- Erwartete Besucher: Ca. 120.000 pro Jahr
Investitions- und Betriebskosten detailliert
Das vorgeschlagene Besucherzentrum erfordert eine geschätzte Investition von rund 28 Millionen Schweizer Franken. Zusätzlich werden die jährlichen Betriebskosten voraussichtlich etwa 6 Millionen Schweizer Franken betragen. Diese Zahlen verdeutlichen das erhebliche finanzielle Engagement, das für die langfristige Nachhaltigkeit des Zentrums erforderlich ist.
Die parlamentarische Genehmigung dieser Mittel wird in den Herbst- und Wintersessionen 2026 erwartet. Ohne diese Genehmigung könnte der Zeitplan für die Eröffnung im Jahr 2029 beeinträchtigt werden.
Langfristiger Mietvertrag vorhanden
Eine Absichtserklärung für die Anmietung der Räumlichkeiten wurde bereits gesichert. Der langfristige Mietvertrag ist für einen Zeitraum von zwölf Jahren strukturiert. Er beinhaltet zwei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren. Dies sichert den Standort für das Zentrum für eine längere Dauer.
Interaktive Ausstellung zur Schweizer Demokratie
Das Herzstück des neuen Zentrums wird eine interaktive Ausstellung sein, die sich über zwei Etagen erstreckt. Diese Ausstellung soll den Besuchern ein tieferes Verständnis des Schweizer Demokratiessystems vermitteln. Sie wird eine zugängliche und ansprechende Möglichkeit bieten, die politische Landschaft des Landes kennenzulernen.
Neben der Ausstellung wird das Zentrum spezielle Räume für Workshops, Konferenzen und Schulklassen bieten. Diese Einrichtungen werden Bildungsprogramme und Initiativen zur Bürgerbeteiligung unterstützen und das Zentrum zu einem Knotenpunkt für bürgerschaftliches Lernen machen.
„Das Zentrum soll den Besuchern das politische System auf zugängliche Weise vermitteln und das bestehende Besucherangebot entlasten“, erklärte ein Vertreter der Administrationsdelegation.
Hintergrund zum Standort
Die Entscheidung, das ehemalige Gebäude der Credit Suisse am Bundesplatz 2 zu nutzen, erfolgte, nachdem dessen grosse Flächen verfügbar wurden. Dies geschah nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS AG. Eine im November 2024 in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie bestätigte die Eignung des Standorts. Die Studie lobte dessen Energieeffizienz und die Nähe zum Bundeshaus.
Erwartete Auswirkungen und Zukunftsvision
Die Administrationsdelegation erwartet jährlich rund 120.000 Besucher im neuen Zentrum. Diese hohe prognostizierte Besucherzahl unterstreicht das erwartete öffentliche Interesse und die Rolle des Zentrums in der öffentlichen Bildung.
Das Projekt ist darauf ausgelegt, die bestehenden parlamentarischen Besucherdienste zu ergänzen. Es wird die Belastung der aktuellen Einrichtungen verringern und gleichzeitig den Umfang der Auseinandersetzung mit der Schweizer Demokratie erweitern. Der interaktive Charakter der Ausstellungen wird komplexe politische Themen einem breiten Publikum, einschliesslich jüngerer Generationen, verständlich machen.
Das Zentrum stellt eine bedeutende Investition in die öffentliche Bildung und das bürgerschaftliche Engagement dar. Es zielt darauf ab, die Verbindung zwischen dem Schweizer Parlament und seinen Bürgern zu stärken. Seine strategische Lage in der Nähe des Bundeshauses macht es zu einem idealen Zugangspunkt für Einheimische und Touristen.
- Verbessert das öffentliche Verständnis der Schweizer Demokratie.
- Bietet moderne, interaktive Lernerfahrungen.
- Unterstützt Bildungsprogramme für Schulen.
- Entlastet die bestehenden parlamentarischen Besuchereinrichtungen.
- Fördert bürgerschaftliches Engagement und Transparenz.




