Die Kantonspolizei Bern intervenierte am frühen Sonntagmorgen, um eine unbewilligte Versammlung von mehreren hundert Personen in einem leerstehenden Gebäude an der Landoltstrasse aufzulösen. Nach der Räumung bildeten die Teilnehmer einen spontanen Umzug durch die Innenstadt, was zu Verkehrsbehinderungen und geringfügigem Vandalismus führte.
Wichtigste Erkenntnisse
- Hunderte versammelten sich zu einer illegalen Party in einem leerstehenden Berner Gebäude.
- Die Polizei setzte Reizgas ein, um den Zugang zum Bundeshausbereich zu verhindern.
- Der spontane Umzug verursachte Verkehrsprobleme und geringfügige Sachschäden.
- Es wurden keine Verletzungen gemeldet, und eine Untersuchung ist im Gange.
Unbewilligte Versammlung aufgelöst
Der Vorfall begann am Sonntag gegen 00:20 Uhr. Die Behörden erhielten Meldungen über eine grosse Veranstaltung in einem leerstehenden Gebäude an der Landoltstrasse in Bern. Patrouillen, die zum Einsatzort fuhren, stellten fest, dass mehrere hundert Personen unbefugt in das abgesperrte Gebäude eingedrungen waren.
Auf Aufforderung der Polizei begannen die Anwesenden, das Gelände zu verlassen. Diese erste Phase des Einsatzes konzentrierte sich auf die sichere Räumung des illegal besetzten Raumes ohne grössere Zwischenfälle.
Faktencheck
- Zeit der Meldung: Gegen 00:20 Uhr.
- Ort: Landoltstrasse, Bern.
- Anzahl der Teilnehmer: Mehrere hundert Personen.
Spontaner Umzug durch die Stadt
Nachdem die Gruppe das Gebäude verlassen hatte, löste sie sich nicht auf. Stattdessen organisierten sie sich zu einem spontanen Umzug. Diese Gruppe begann, sich durch die Berner Innenstadt zu bewegen, wobei sie eine Route über die Sandrainstrasse und Marzilistrasse in Richtung Bundesrain nahm.
Polizeieinheiten überwachten und steuerten den Umzug rasch. Ihr primäres Ziel war es, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und weitere unbefugte Aktionen oder Bewegungen in Richtung sensibler Bereiche zu verhindern.
Polizeieinsatz und Verwendung von Reizgas
Während des Umzugs versuchten einige Teilnehmer, in Richtung Bundeshaus und des inneren Stadtzentrums vorzudringen. Die Polizeibeamten arbeiteten aktiv daran, diese Versuche zu blockieren. Bei diesen Bemühungen, insbesondere in der Nähe des Bundesrains, setzte die Polizei kurzzeitig Reizgas ein.
„Unsere Priorität war es, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und den Zugang zu kritischen Bereichen zu verhindern“, erklärte ein Polizeisprecher. „Der Einsatz von Reizgas war eine kurze und notwendige Massnahme, um die Bewegungen der Menge zu steuern.“
Diese Massnahme half, die Gruppe von den Sperrzonen wegzuleiten. Die Polizei eskortierte den Umzug dann entlang der Schwanengasse, durch den Baldachin und das Bollwerk, bis er die Schützenmatte erreichte, wo sich die Versammlung schliesslich auflöste.
Hintergrund zu öffentlichen Versammlungen
Unbewilligte Versammlungen in leerstehenden Gebäuden können erhebliche Sicherheitsrisiken bergen, einschliesslich Problemen mit der Statik, Brandgefahren und fehlenden Notausgängen. Spontane Strassenumzüge können, obwohl manchmal friedlich, den Verkehr stören und zu unbeabsichtigten Herausforderungen für die öffentliche Ordnung führen, wenn sie von den Behörden nicht ordnungsgemäss verwaltet werden.
Folgen und laufende Untersuchung
Während des Vorfalls besprühten einige Personen Gebäude entlang der Umzugsroute. Dies führte zu geringfügigem Sachschaden. Darüber hinaus führte die Bewegung einer so grossen Gruppe durch die Innenstadt naturgemäss für eine gewisse Zeit zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Nach aktuellen Polizeiberichten gab es während des gesamten Vorfalls keine Verletzungen, was angesichts der Grösse der Menschenmenge und der Art der Interventionen ein positives Ergebnis ist. Die Kantonspolizei Bern hat nun Ermittlungen wegen möglicher Straftaten, einschliesslich Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung, eingeleitet.
- Schaden: Sprühaktionen an Gebäuden.
- Störung: Der Verkehrsfluss in der Innenstadt war beeinträchtigt.
- Verletzungen: Keine Verletzungen von der Polizei gemeldet.
- Ermittlung: Die Polizei hat Ermittlungen wegen möglicher Straftaten aufgenommen.
Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen, denen sich die Strafverfolgungsbehörden bei der Bewältigung grosser, spontaner Versammlungen gegenübersehen. Die Behörden sammeln weiterhin Beweise und identifizieren die Verantwortlichen für illegale Aktivitäten in der Nacht.




