Ein aktueller Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) deckt erhebliche Ausgabenunregelmässigkeiten bei der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) auf. Der Prüfbericht hebt teure Spezialdienstleistungen, übermässige Ausstattung und ungenutzte Beratungsverträge hervor, was Fragen zur finanziellen Umsicht innerhalb der Behörde aufwirft, die mit der Überwachung schwerer Kriminalermittlungen betraut ist.
Wichtige Erkenntnisse
- Die AB-BA gab jährlich 13'200 Franken für einen VIP-IT-Dienst für ihren Präsidenten aus.
- Die Behörde stellte sechs ihrer sieben Mitglieder jeweils zwei Laptops zur Verfügung, was jährlich 14'400 Franken kostete.
- Die AB-BA nutzt 48 Quadratmeter Bürofläche pro Vollzeitmitarbeiter, deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt von 18 Quadratmetern.
- Ein externer Beratungsvertrag für Medienbeobachtung erbrachte trotz monatlicher Kosten von 1'750 Franken kaum Ergebnisse.
- Die AB-BA hat die Kritik bezüglich IT-Dienstleistungen und zusätzlicher Laptops akzeptiert und Änderungen versprochen.
Eidgenössische Finanzkontrolle deckt teure Praktiken auf
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der Bedenken hinsichtlich der Ausgabengewohnheiten der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) detailliert darlegt. Diese Behörde überwacht Bundesanwälte, die schwere Straftaten wie Terrorismus, Fälschungen und organisierte Kriminalität bearbeiten. Der Bericht weist auf mehrere kostspielige Sonderregelungen innerhalb der AB-BA selbst hin.
Eine der bemerkenswertesten Feststellungen ist ein spezieller IT-VIP-Dienst für den Präsidenten. Dieser Dienst kostet den Bund jährlich 13'200 Franken. Dieser Betrag ist erheblich höher als die standardmässigen IT-Supportleistungen, die in den Bundesbehörden erbracht werden.
Faktencheck
Die Eidgenössische Finanzkontrolle schätzt die Kosten für zusätzliche Laptops für AB-BA-Mitglieder auf rund 14'400 Franken pro Jahr.
Übermässige Ausstattung und Büroflächen
Die Prüfung ergab auch, dass sechs von sieben AB-BA-Mitgliedern jeweils zwei Laptops besitzen. Das Sekretariat begründete dies mit komplexen Software-Updates, die innerhalb des Bundesnetzes erforderlich seien. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hält dies jedoch für eine kleine Behörde für ungewöhnlich und schätzt die Kosten dieser zusätzlichen Geräte auf rund 14'400 Franken pro Jahr.
Auch die Nutzung der Büroflächen stiess auf Kritik. Die AB-BA nutzt derzeit etwa 48 Quadratmeter pro Vollzeitstelle. Dies steht in starkem Kontrast zum Bundesdurchschnitt, der bei etwas über 18 Quadratmetern pro Mitarbeiter liegt. Die Übernahme des Bundesstandards könnte laut den Prüfungsergebnissen zu jährlichen Einsparungen von rund 30'000 Franken führen.
Die AB-BA verstehen
Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) gewährleistet die Rechenschaftspflicht und das ordnungsgemässe Verhalten innerhalb der Bundesanwaltschaft. Dieser Dienst untersucht schwere Straftaten, die die nationale Sicherheit und die öffentliche Ordnung betreffen, wodurch die Rolle der Aufsichtsbehörde für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Vertrauens entscheidend ist.
Schlecht performender Beratungsvertrag
Ein dritter Problembereich, der im Bericht hervorgehoben wird, betrifft einen externen Beratungsvertrag. Dieser Vertrag umfasst einen Medienbeobachtungsdienst, im Wesentlichen bezahlte Zeitungsleser, die Erwähnungen der AB-BA in der Presse verfolgen. Der Dienst ist mit fünf Stunden pro Monat dotiert und kostet 1'750 Franken.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle stellte fest, dass das Sekretariat aus diesem Dienst fast keine nützlichen Ergebnisse erhält. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die AB-BA keine Behörde ist, über die häufig in den Medien berichtet wird. Die Prüfung empfiehlt daher eine rasche Überprüfung dieses Vertrags und dessen mögliche Kündigung.
„Das Sekretariat erhält für diese Kosten kein Produkt“, stellte die Eidgenössische Finanzkontrolle in ihrem Bericht fest.
AB-BA nimmt Erkenntnisse zur Kenntnis und plant Änderungen
Als Reaktion auf die Prüfung hat die AB-BA ihre Bereitschaft gezeigt, die Kritik anzunehmen. Die Behörde räumt die Probleme im Zusammenhang mit dem VIP-IT-Dienst und den zusätzlichen Laptops ein. Zukünftig plant die AB-BA, den teuren speziellen IT-Dienst durch eine kostengünstigere Option zu ersetzen.
Für Software-Updates beabsichtigt die Behörde, individuelle Lösungen zu implementieren. Sie weist darauf hin, dass bestimmte Updates weiterhin innerhalb des Bundesnetzes verarbeitet werden müssen, was den Arbeitsaufwand für die Mitglieder erhöhen kann. Das Engagement zur Behebung dieser finanziellen Ineffizienzen markiert jedoch einen Schritt zu grösserer Rechenschaftspflicht.
- Die AB-BA wird eine günstigere IT-Lösung einführen.
- Es werden individuelle Strategien für Software-Updates implementiert.
- Die Überprüfung des Medienbeobachtungsvertrags ist im Gange.
Diese Prüfung unterstreicht die Bedeutung eines transparenten Finanzmanagements auch innerhalb von Aufsichtsbehörden. Das Engagement für Veränderungen deutet auf einen Weg zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit öffentlichen Geldern hin.




