Noch letzte Woche hielt der Winter die Schweizer Alpen mit starkem Schneefall fest im Griff und beeinträchtigte den Verkehr. Heute hat der Frühling in der Region Bern einen dramatischen Einzug gehalten. Die Temperaturen steigen, und leuchtende Krokusse blühen und verwandeln die Landschaften von Thun bis Rubigen.
Wichtigste Erkenntnisse
- In Bern steigen die Temperaturen auf 17 Grad Celsius.
- Krokusse und Schneeglöckchen blühen im Schadaupark in Thun in Hülle und Fülle.
- Noch vor wenigen Tagen waren in Gebieten wie dem Brünigpass Schneeketten erforderlich.
- Anwohner teilen Bilder von frühen Frühlingsblumen.
Der rasche Rückzug des Winters in der Region
Noch vor einer Woche war die Wettersituation deutlich anders. Der Brünigpass, eine wichtige Bergroute, verlangte Schneeketten für Fahrzeuge. Dies unterstrich die strengen Winterbedingungen, die sich in den höheren Lagen eingestellt hatten.
Weiter südlich war die Bahnstrecke zwischen Frutigen und Brig unterbrochen. Ein Zug entgleiste zwischen Goppenstein und Brig aufgrund einer Lawine, was eine wichtige Verkehrsverbindung für eine gewisse Zeit unterbrach. Skigebiete wie Jungfrau, Meiringen-Hasliberg, Adelboden-Lenk und Beatenberg-Niederhorn waren ebenfalls geschlossen. Diese Schliessungen waren aufgrund erheblicher Lawinengefahr und starker Windböen notwendig und betrafen Wintersportler.
Der letzte Kampf des Winters
Letzte Woche waren mehrere Skianlagen in beliebten Gebieten wie Jungfrau und Adelboden-Lenk geschlossen. Dies war eine direkte Folge von hoher Lawinengefahr und starken Windbedingungen, was die Schwere des jüngsten Winterwetters demonstrierte.
Bern geniesst wärmere Tage
Der Wetterwechsel ist frappierend. Laut Meteo Schweiz erwartet die Stadt Bern heute, Dienstag, Temperaturen von 16 Grad Celsius. Die Prognosen sagen noch wärmere Bedingungen voraus, mit Temperaturen, die am Donnerstag und Freitag möglicherweise auf 17 Grad Celsius steigen könnten.
Dieser rasche Temperaturanstieg signalisiert eine klare Verschiebung in Richtung Frühling. Die Bewohner legen nun ihre Wintermäntel ab und geniessen die mildere Luft. Der Übergang ist für viele eine willkommene Erleichterung nach der jüngsten Kältewelle und dem starken Schneefall.
Blühende Landschaften entstehen
Die visuellen Beweise des Frühlings sind überall. In Thun ist der malerische Schadaupark bereits mit einem lebendigen Teppich aus Krokussen und Schneeglöckchen bedeckt. Die Anwohnerin Denise Borer hat atemberaubende Bilder dieser frühen Blüten eingefangen, die die schnelle Reaktion der Natur auf das wärmer werdende Wetter zeigen.
Der Anblick von violetten und weissen Blumen, die sich über den Park erstrecken, bietet einen starken Kontrast zu den verschneiten Szenen von nur wenigen Tagen zuvor. Diese Blüten sind ein klares Zeichen dafür, dass die kälteren Monate, zumindest vorerst, hinter uns liegen.
„Auch an der Aare in Rubigen ist der Frühling angekommen“, teilte Jürg Scheidegger, ein lokaler Beobachter, mit, der ein Foto von Leberblümchen lieferte, die an den Flussufern blühen.
Die Widerstandsfähigkeit der Natur
Das schnelle Erscheinen von Frühlingsblumen wie Krokussen und Schneeglöckchen, oft als 'Märzenglöckchen' bezeichnet, unterstreicht die bemerkenswerte Fähigkeit der Natur, sich schnell zu erholen. Diese Pflanzen sind darauf angepasst, sobald die Bedingungen es zulassen, oft durch Restschnee hindurch, zu erscheinen.
Die Umarmung des Frühlings breitet sich weiter aus
Die Zeichen des Frühlings sind nicht auf bestimmte Parks beschränkt. Entlang der Aare in Rubigen haben Leberblümchen begonnen zu blühen. Diese zarten violetten und blauen Blüten tragen zum wachsenden Teppich der Frühlingsfarben bei, die in der gesamten Region erscheinen.
Am Sonntag zeigte auch der Wohlensee seine ersten Frühlingsboten. Blütenköpfe streckten sich der Februarsone entgegen, ein Zeugnis des unerwartet warmen Wetters. Diese weit verbreitete Blüte deutet auf eine konsistente Klimaverschiebung in den tieferen Lagen Berns hin.
- Schadaupark in Thun: Eine prächtige Blütenpracht von Krokussen und Schneeglöckchen.
- Aare in Rubigen: Leberblümchen spriessen an den Ufern.
- Wohlensee: Frühe Frühlingsblüten strecken sich der Sonne entgegen.
- Münsingen: Krokuswiesen ziehen Bienen an, die für die Bestäubung unerlässlich sind.
Bienen und Blüten in Münsingen
In Münsingen dokumentierte der Anwohner Martin Schürch eine lebendige Krokuswiese. Er äusserte die Hoffnung auf wärmere, hellere Tage. Die Wiese ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine entscheidende frühe Nahrungsquelle für Bienen, die bereits aktiv die Blumen besuchen.
Diese frühe Aktivität der Bestäuber ist ein positives Zeichen für das Ökosystem. Es zeigt, dass die natürlichen Zyklen trotz der jüngsten Kältewelle voranschreiten. Der schnelle Übergang vom Winterschnee zu Frühlingsblüten war bemerkenswert.
Blühender Botanischer Garten
Auch der Botanische Garten in Bern erlebt eine wunderschöne Blüte. Fotografien zeigen weite Flächen violetter Blumen, was die weitreichende Ausdehnung dieses frühen Frühlingsphänomens im gesamten Kanton bestätigt.
Ein schneller saisonaler Wechsel
Der Übergang vom Griff des Winters zur Wärme des Frühlings war dieses Jahr aussergewöhnlich schnell. Während viele noch mit Schnee und Eis zu kämpfen hatten, haben die tieferen Regionen Berns bereits deutlich mildere Bedingungen begrüsst. Dieser schnelle Wandel unterstreicht die dynamische Natur der lokalen Wettermuster.
Die Ankunft des Frühlings bringt nicht nur wärmere Temperaturen, sondern auch ein erneutes Gefühl von Energie und natürlicher Schönheit mit sich. Die Flora der Region reagiert schnell und bietet Bewohnern und Besuchern gleichermassen atemberaubende visuelle Eindrücke.


