Anwohner im Berner Breitenrain-Quartier sehen sich zunehmend mit Füchsen konfrontiert, die zu früh bereitgestellte Abfallsäcke aufreissen. Dieses Problem führt zu weit verbreitetem Müll auf Strassen und Gehwegen und veranlasst die Stadtbehörden, zur Einhaltung der offiziellen Abfallentsorgungspläne aufzurufen.
Wichtige Erkenntnisse
- Zu früh bereitgestellte Abfallsäcke im Berner Breitenrain-Gebiet locken Füchse an.
- Füchse reissen Säcke auf der Suche nach Nahrung auf und verteilen den Müll.
- Die Stadt Bern fordert die Anwohner auf, die spezifischen Abfallsammelzeiten einzuhalten.
- Nichteinhaltung führt zu Umweltverschmutzung und potenziellen Gesundheitsrisiken.
Frühe Müllplatzierung lädt Wildtiere ein
Das Problem entsteht, weil Hausmüll weit vor den Abholzeiten auf die Strassen gestellt wird. Diese Praxis schafft eine Gelegenheit für städtische Wildtiere, hauptsächlich Füchse, nach Nahrung zu suchen.
Ein Anwohner aus dem Breitenrain-Quartier beobachtet dieses Muster regelmässig. Er stellte fest, dass die Menschen ihren Müll oft nach Belieben entsorgen und dabei offizielle Richtlinien ignorieren.
„Die Leute stellen ihren Müll raus, wann immer sie Lust dazu haben“, erklärte der Anwohner. „Das führt oft zu einem echten Chaos.“
Faktencheck
Die Stadt bestätigt, dass falsch platzierter Hausmüll ein wiederkehrendes Problem ist, insbesondere in naturnahen Gebieten wie Länggasse und Kirchenfeld, die an Wälder oder die Aare grenzen.
Füchse sehen Müll als Buffet
Der Anwohner macht die Füchse nicht für ihr Verhalten verantwortlich. Er führt das Problem auf menschliches Verhalten zurück. Füchse, zusammen mit anderen Tieren wie Krähen und Katzen, suchen einfach nach Nahrung.
„Die Menschen haben ihnen viel von ihrem Lebensraum genommen. Sie müssen etwas essen; es ist wie ein Buffet für sie.“
Diese Perspektive verdeutlicht die Umweltauswirkungen der Stadterweiterung und wie sie Wildtiere in engeren Kontakt mit menschlichen Siedlungen zwingt. Die Verfügbarkeit einfacher Nahrungsquellen wie weggeworfener Hausmüll ermutigt diese Tiere, in Wohngebiete vorzudringen.
Städtische Richtlinien zur Abfallentsorgung
Die Stadt Bern hat klare Regeln, wann Hausmüll zur Abholung bereitgestellt werden darf. Diese Regeln sollen verhindern, dass Säcke über längere Zeit auf der Strasse liegen bleiben und so die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sie von Tieren aufgerissen werden.
In den Sammelzonen A und B dürfen Abfallsäcke am Abholtag bis 7:00 Uhr bereitgestellt werden. Sie dürfen nicht mehr als zwölf Stunden vor der geplanten Abholung platziert werden.
Für Zone C, die die Innenstadt umfasst, ist die Frist 9:00 Uhr, mit maximal drei Stunden vor der Abholung.
Hintergrund zur Abfallsammlung
Die Einhaltung dieser spezifischen Zeiten ist entscheidend. Sie minimiert das Zeitfenster, in dem Abfallsäcke Tieren ausgesetzt sind. Dies trägt dazu bei, die Sauberkeit und öffentliche Hygiene in der ganzen Stadt aufrechtzuerhalten.
Folgen der Nichteinhaltung
Wenn Anwohner diese Richtlinien ignorieren, sind die Folgen sichtbar. Strassen und Gehwege sind mit Essensresten, Verpackungen und anderem Abfall übersät. Dies schafft nicht nur eine unschöne Umgebung, sondern birgt auch potenzielle Gesundheitsrisiken.
Der verstreute Müll kann Schädlinge anziehen und zu unhygienischen Zuständen beitragen. Er erhöht auch den Arbeitsaufwand für die städtischen Reinigungskräfte und lenkt Ressourcen ab, die anderswo eingesetzt werden könnten.
Der Appell der Stadt zur Einhaltung dieser Regeln ist eine direkte Reaktion auf diese anhaltenden Probleme.
Gemeinschaftliche Verantwortung und Lösungen
Die Lösung dieses Problems erfordert eine gemeinsame Anstrengung der Gemeinschaft. Die Sensibilisierung für die Bedeutung der richtigen Abfallentsorgungszeiten ist entscheidend.
Die lokalen Behörden könnten zusätzliche Massnahmen prüfen. Dazu könnten klarere Beschilderungen oder gezielte Informationskampagnen in betroffenen Quartieren wie Breitenrain, Länggasse und Kirchenfeld gehören.
Letztendlich liegt die Verantwortung bei den einzelnen Anwohnern, die etablierten Abfallentsorgungsprotokolle zu befolgen. Dadurch können sie dazu beitragen, Bern sauber zu halten und Konflikte mit städtischen Wildtieren zu reduzieren.
- Überprüfen Sie Ihre spezifische Sammelzone (A, B oder C).
- Beachten Sie die genauen Zeitlimits für die Bereitstellung Ihres Hausmülls.
- Erwägen Sie, wenn möglich, robuste, tierechte Abfallbehälter zu verwenden.
- Ermutigen Sie Nachbarn, die Richtlinien zu befolgen.
Diese einfachen Schritte können einen erheblichen Unterschied bei der Aufrechterhaltung der städtischen Sauberkeit und der Vermeidung weiterer Probleme mit aasfressenden Tieren machen.




