Das Berner Museumsquartier startet ein bedeutendes Stadtentwicklungsprojekt. Eine neue städtebauliche Studie zielt darauf ab, einen kohärenten Kultur- und Stadtraum zu schaffen, der die verschiedenen Museen rund um den Helvetiaplatz miteinander verbindet. Diese Initiative, ins Leben gerufen vom Verein Museumsquartier Bern in Zusammenarbeit mit der Burgergemeinde Bern, der Stadt Bern und dem Kanton Bern, sucht eine langfristige Vision für das Gebiet.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine neue städtebauliche Studie für das Berner Museumsquartier ist im Gange.
- Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Kultur- und Stadtraums.
- Vier grosse Museen sind beteiligt: Alpines Museum, Historisches Museum, Museum für Kommunikation und Naturhistorisches Museum.
- Fünf Planungsteams werden im März ausgewählt, ein Siegerprojekt bis Dezember gekürt.
- Die teilnehmenden Teams erhalten 100'000 Schweizer Franken.
Vision für ein verbundenes Kulturzentrum
Das Kernziel der Studie ist die Entwicklung einer langfristigen städtebaulichen Vision für das Museumsquartier. Diese Vision wird das Gebiet in eine stärker integrierte Kultur- und Stadtumgebung verwandeln. Sie konzentriert sich auf die Schaffung einer nahtlosen Verbindung zwischen den Institutionen rund um den Helvetiaplatz.
Diese strategische Planung ist entscheidend für Bern, da sie darauf abzielt, das kulturelle Angebot zu verbessern. Das Projekt soll das Museumserlebnis für Besucher flüssiger und zugänglicher machen.
Wussten Sie schon?
Das Museumsquartier umfasst vier prominente Institutionen: das Alpine Museum, das Historische Museum, das Museum für Kommunikation und das Naturhistorische Museum. Diese Institutionen ziehen jährlich Tausende von Besuchern an.
Abstimmung zukünftiger Museumsprojekte
Ein weiterer wichtiger Aspekt der städtebaulichen Studie ist die Koordination bevorstehender Bauprojekte in mehreren Museen. Die Studie wird sicherstellen, dass diese individuellen Entwicklungen zur Gesamtvision für das Museumsquartier beitragen. Dieser Ansatz verhindert fragmentiertes Wachstum und fördert eine harmonische architektonische und funktionale Integration.
Eine effektive Koordination ist entscheidend, um öffentliche Investitionen zu maximieren und eine einheitliche Ästhetik zu schaffen. Sie stellt auch sicher, dass infrastrukturelle Verbesserungen dem gesamten Quartier zugutekommen, nicht nur einzelnen Gebäuden.
„Wir wollen einen wirklich kohärenten Kultur- und Stadtraum schaffen, der sowohl den Bewohnern als auch den Besuchern zugutekommt“, erklärte ein Sprecher des Vereins Museumsquartier Bern.
Gemeinschaftliche Anstrengung und Finanzierung
Die Initiative ist eine gemeinsame Anstrengung, die von wichtigen regionalen Akteuren unterstützt wird. Die Stadt Bern, der Kanton Bern und die Burgergemeinde Bern stehen alle hinter dem Projekt. Diese breite Unterstützung unterstreicht die Bedeutung des Museumsquartiers für die Kulturlandschaft der Region.
Die vier beteiligten Museen – das Alpine Museum, das Historische Museum, das Museum für Kommunikation und das Naturhistorische Museum – sind ebenfalls integraler Bestandteil dieser Zusammenarbeit. Ihre gemeinsame Beteiligung stellt sicher, dass die Planung die vielfältigen Bedürfnisse und Bestrebungen der kulturellen Institutionen widerspiegelt.
Hintergrund
Das Gebiet rund um den Helvetiaplatz ist seit langem ein kultureller Brennpunkt in Bern. Die Entwicklung eines kohärenten Quartiers ist seit Jahren ein Diskussionsthema. Diese neue Studie stellt einen konkreten Schritt zur Verwirklichung dieses Ziels dar.
Zeitplan für Auswahl und Projektabschluss
Der Auswahlprozess für die städtebauliche Studie ist mit klaren Fristen strukturiert. Gemäss der Ausschreibungsplattform Simap werden im März des kommenden Jahres fünf Planungsteams ausgewählt. Diese Teams werden dann ihre Vorschläge für das Museumsquartier entwickeln.
Jedes ausgewählte Team erhält eine Vergütung von 100'000 Schweizer Franken für seine Teilnahme. Diese Vergütung sichert qualitativ hochwertige Einreichungen von erfahrenen Stadtplanern und Architekten.
Wichtige Termine
- März: Auswahl von fünf Planungsteams.
- Dezember: Bestimmung des Siegerprojekts.
Die Jury wird das Siegerprojekt im Dezember bekannt geben. Dieser Zeitplan ermöglicht eine gründliche Bewertung und gewährleistet eine wohlüberlegte Entscheidung. Das ausgewählte Projekt wird dann als Blaupause für die zukünftige Entwicklung des Museumsquartiers dienen.
Dieser umfassende Ansatz unterstreicht Berns Engagement für kulturelle Entwicklung und Stadtplanung. Das Projekt verspricht, einen wichtigen Teil der Stadt neu zu gestalten und ihre Attraktivität als kulturelles Reiseziel zu steigern.




