Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) meldet für 2025 ein deutliches Wachstum der Fahrgastzahlen. Das Transportunternehmen beförderte 26 Millionen Fahrgäste in seinen Bus- und Zugnetzen, was einem Anstieg von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Wichtige Erkenntnisse
- RBS beförderte 2025 26 Millionen Fahrgäste, ein Anstieg von 5%.
- Die Busfahrgastzahlen stiegen um 7% auf einen Rekordwert von 8,4 Millionen.
- Die Zugfahrgäste erreichten mit 17,7 Millionen fast das Niveau vor der Pandemie.
- Freizeit- und Wochenendreisen nehmen aufgrund von mobilem Arbeiten zu.
- Die Pünktlichkeit verbesserte sich bei den Zügen, sank aber leicht bei den Bussen.
Busdienste erreichen neue Rekorde
Das Busnetz erlebte sein bisher erfolgreichstes Jahr. Insgesamt nutzten 2025 8,4 Millionen Fahrgäste die RBS-Busse. Dies entspricht einem erheblichen Anstieg der Fahrgastzahlen um sieben Prozent im Vergleich zu den Zahlen von 2024.
Der Anstieg unterstreicht eine wachsende Abhängigkeit vom öffentlichen Verkehr für tägliche Pendelfahrten und andere Reisen. Er weist auch auf die Effektivität der RBS-Busdienste bei der Deckung der lokalen Nachfrage hin.
Highlights der Busfahrgastzahlen
- Gesamtzahl Busfahrgäste: 8,4 Millionen
- Wachstum gegenüber dem Vorjahr: 7%
- Am stärksten frequentierte Haltestelle: Papiermühle, Bahnhof (ca. 3.700 tägliche Ein- und Ausstiege)
Wichtige Bushaltestellen und Pünktlichkeit
Die Haltestelle 'Papiermühle, Bahnhof' in Ittigen entwickelte sich zum meistfrequentierten Standort im gesamten RBS-Busnetz. Sie verzeichnete rund 3.700 tägliche Ein- und Ausstiege. Im Gegensatz dazu zählte die Haltestelle 'Worblaufen, Babimoosweg' täglich nur etwa ein Dutzend Fahrgäste.
Während die Fahrgastzahlen stiegen, sank die Pünktlichkeit der Busse leicht. Sie ging von 88,68 Prozent im Jahr 2024 auf 88,37 Prozent im Jahr 2025 zurück. Dieser geringe Rückgang ist hauptsächlich auf erhöhte Verkehrsstaus und baustellenbedingte Verzögerungen im Strassennetz zurückzuführen.
„Verkehrsüberlastung und Bauarbeiten im Strassennetz sind die Hauptursachen für Busverspätungen“, erklärte die RBS in ihrer jüngsten Mitteilung.
Zugnetz erholt sich in Richtung Vorkrisenniveau
Die RBS-Züge beförderten im vergangenen Jahr 17,7 Millionen Fahrgäste. Diese Zahl erreichte fast den Rekordwert von 2019, vor der globalen Pandemie. Die Erholung deutet auf eine starke Rückkehr zu normalen Reisemustern für viele Pendler und Freizeitreisende hin.
Trotz der allgemeinen Erholung ist der Einfluss des mobilen Arbeitens immer noch spürbar. Die Nachfrage an wichtigen Bürostandorten wie Worblaufen und Papiermühle liegt weiterhin 15 bis 20 Prozent unter dem Niveau von 2019. Dies deutet auf eine dauerhafte Verschiebung in der Art und Weise hin, wie viele Menschen den Zug für arbeitsbezogene Reisen nutzen.
Der Einfluss von mobilem Arbeiten
Der Aufstieg des mobilen Arbeitens hat die Pendelgewohnheiten grundlegend verändert. Während sich die gesamten Fahrgastzahlen erholen, bleibt die Nachfrage nach Reisen zu traditionellen Bürozentren geringer als vor der Pandemie. Dies verdeutlicht eine neue Landschaft für öffentliche Verkehrsbetriebe.
Bahnhof Bern und Zugpünktlichkeit
Der RBS-Bahnhof Bern ist ein wichtiger Knotenpunkt, mit durchschnittlich 43.000 ein- und aussteigenden Fahrgästen pro Tag im Jahr 2025. An Spitzentagen stieg diese Zahl auf bis zu 60.000 Reisende. Diese hohe Frequenz unterstreicht die Bedeutung des Bahnhofs für die Verkehrsinfrastruktur der Region.
Im Gegensatz zu den Bussen zeigten die RBS-Züge eine verbesserte Pünktlichkeit. Die Rate stieg von 98,16 Prozent im Jahr 2024 auf 98,82 Prozent im Jahr 2025. Dieses hohe Mass an Pünktlichkeit ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des Vertrauens und der Zuverlässigkeit der Fahrgäste.
Wachsender Freizeit- und Wochenendverkehr
Ein bemerkenswerter Trend, den die RBS identifiziert hat, ist das signifikante Wachstum im Freizeit- und Wochenendverkehr. Dieser Anstieg steht in direktem Zusammenhang mit der weit verbreiteten Einführung von mobilem Arbeiten. Die Menschen haben jetzt mehr Flexibilität, was zu mehr Reisen ausserhalb des Pendelverkehrs führt.
Die RBS erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt und verstärkt. Die alternde Bevölkerung ist ein weiterer Faktor, der zu dieser Verschiebung beiträgt. Ältere Menschen haben oft mehr Freizeit für Freizeitaktivitäten, was die Nachfrage nach Freizeitreisen ausserhalb der Stosszeiten und an Wochenenden weiter ankurbelt.
Zukünftige Reisetrends
- Freizeitreisen: Es wird erwartet, dass sie weiter zunehmen.
- Mobiles Arbeiten: Ein wichtiger Treiber für sich ändernde Reisegewohnheiten.
- Alternde Bevölkerung: Voraussichtlich wird der Freizeitreiseverkehr weiter zunehmen.
Siedlungsentwicklung und Serviceanpassung
Die RBS beobachtet genau, wie Nachfrage, Siedlungsentwicklung und Servicegestaltung interagieren. Diese Faktoren sind entscheidend, um sich ändernde Fahrgastbedürfnisse zu verstehen und darauf zu reagieren. Die Entwicklung rund um den Bernapark zeigt beispielsweise einen klaren Zusammenhang.
Die Haltestelle 'Deisswil' hat aufgrund der laufenden Entwicklungen im Bernapark bereits einen Anstieg der Fahrgastzahlen verzeichnet. Dies zeigt, wie Stadtplanung und Infrastrukturprojekte die Nutzung des öffentlichen Verkehrs direkt beeinflussen. Die RBS passt ihre Dienstleistungen an diese sich entwickelnden Muster an und gewährleistet so einen effizienten und zugänglichen Transport für die Bewohner.
Die kontinuierliche Bewertung dieser Faktoren ermöglicht es der RBS, ihre Routen und Fahrpläne zu optimieren. Dieser proaktive Ansatz hilft dem Unternehmen, die dynamischen Bedürfnisse seiner wachsenden Fahrgastbasis zu erfüllen und gleichzeitig Herausforderungen wie Stadtentwicklung und sich ändernde Arbeitsgewohnheiten zu bewältigen.
- Stadtentwicklung wirkt sich direkt auf die Fahrgastzahlen an bestimmten Stationen aus.
- Die RBS nutzt Daten, um das Serviceangebot an neue Siedlungsmuster anzupassen.
- Die Bernapark-Entwicklung ist ein Paradebeispiel für diese Korrelation.
Insgesamt war 2025 ein Jahr des Wachstums und der Anpassung für die RBS. Das Unternehmen hat sich erfolgreich an veränderte Reiseverhalten angepasst und erreichte Rekordzahlen im Busverkehr sowie fast das Vorkrisenniveau bei den Zügen. Diese Trends verdeutlichen die sich entwickelnde Landschaft des öffentlichen Verkehrs in der Region Bern-Solothurn.




