Rund 200 Menschen versammelten sich am Samstagnachmittag in Bern, um gegen das Mullah-Regime im Iran zu protestieren. Die Demonstration fand auf der Thunstrasse vor der iranischen Botschaft statt, die mit Stacheldraht und einem grossen Polizeiaufgebot stark gesichert war.
Wichtigste Erkenntnisse
- Rund 200 Personen demonstrierten in Bern gegen das iranische Regime.
- Der Protest auf der Thunstrasse verlief trotz lauter Sprechchöre friedlich.
- Die iranische Botschaft war mit Stacheldraht und einem erheblichen Polizeiaufgebot gesichert.
- Demonstranten äusserten Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und Internetabschaltungen im Iran.
Demonstranten äussern Bedenken für den Iran
Der Protest war die zweite solche Versammlung in Bern in dieser Woche. Die Teilnehmer hielten Plakate mit Botschaften wie „Ich stehe an der Seite des iranischen Volkes“. Sprechchöre wie „Weg, weg, weg, Mullah muss weg“ hallten durch die Strasse. Vorbeifahrende Autofahrer zeigten ihre Unterstützung durch Hupen, doch der Verkehrsfluss blieb von der Demonstration unbeeinflusst.
Viele Anwesende äusserten tiefe persönliche Verbindungen zur Situation im Iran. Eine junge Frau, die extra aus Deutschland angereist war, um an dem Protest teilzunehmen, teilte ihre Qual. „Wir alle haben Familie im Iran“, sagte sie sichtlich emotional. Sie betonte, dass die Brutalität der aktuellen Ereignisse in ihrem Heimatland für Menschen in westlichen Ländern schwer zu begreifen sei.
Details zum Protest
- Ort: Thunstrasse, vor der iranischen Botschaft in Bern.
- Teilnehmer: Rund 200 Personen.
- Art: Laute, aber friedliche Demonstration.
- Sicherheit: Starkes Polizeiaufgebot, Botschaft mit Stacheldraht gesichert.
Sicherheitsmassnahmen an der Botschaft
Die Behörden hatten den Protest am Samstag genehmigt, im Gegensatz zu einer früheren Versammlung in dieser Woche. Trotz der offiziellen Genehmigung wurde ein grosses Polizeiaufgebot in das Gebiet entsandt. Mehrere Polizeifahrzeuge waren um das Botschaftsgebäude positioniert.
Die Botschaft selbst wies erhöhte Sicherheitsmassnahmen auf. Ihr Zaun war mit Stacheldraht bedeckt, und zusätzliche Barrieren waren angebracht. Diese erhöhte Sicherheit folgt auf Vorfälle bei früheren Demonstrationen, einschliesslich einer, die nur eine Woche zuvor stattfand, bei der einige Personen versuchten, über den Botschaftszaun zu klettern, teilweise mit Erfolg.
„Wir haben keine Nachrichten aus dem Land“, wandte sich ein junger Mann an die Menge. „Wir wollen hier eine Stimme für die Menschen im Land sein.“
Internet-Blackout im Iran
Die Aussage des jungen Mannes hob ein kritisches Problem hervor: die vom Regime gemeldete Abschaltung des Internetzugangs im Iran. Dieser Blackout schränkt den Informationsfluss stark ein und lässt viele ausserhalb des Landes ohne direkten Kontakt zu ihren Angehörigen oder Updates zur aktuellen Situation.
Die Proteste im Iran begannen im Dezember, ausgelöst durch eine Wirtschaftskrise. Seitdem sollen Tausende von Menschen unter der Führung von Ayatollah Ali Khamenei ihr Leben verloren haben. Die Demonstranten in Bern wollten diese Ereignisse weltweit bekannt machen und sich für die Betroffenen einsetzen.
Hintergrund der iranischen Proteste
Die Proteste im Iran haben sich seit Dezember verstärkt, hauptsächlich angetrieben durch schwere wirtschaftliche Herausforderungen. Berichte deuten auf einen erheblichen Verlust von Menschenleben unter den Demonstranten hin. Die iranische Regierung unter Ayatollah Ali Khamenei wurde für ihren Umgang mit den Unruhen und ihre Massnahmen zur Informationskontrolle, einschliesslich Internetbeschränkungen, kritisiert.
Internationale Solidarität und Rufe nach Veränderung
Die Anwesenheit von Personen, die aus anderen Ländern anreisten, wie die Frau aus Deutschland, unterstreicht das internationale Ausmass der Besorgnis über die Ereignisse im Iran. Diese Proteste in Bern sind Teil einer breiteren globalen Bewegung. Viele Expatriate-Gemeinschaften und Menschenrechtsaktivisten weltweit arbeiten daran, das Bewusstsein zu schärfen und Druck für Veränderungen im Iran auszuüben.
Die Demonstranten forderten ein Ende des aktuellen Regimes und riefen Parolen, die sich direkt gegen die Führung richteten. Ihre gemeinsame Stimme erinnerte an den anhaltenden Kampf für Menschenrechte und politische Freiheit. Der friedliche Charakter der Berner Versammlung stand in scharfem Kontrast zur gemeldeten Gewalt im Iran.
Auswirkungen öffentlicher Demonstrationen
- Schärfen das internationale Bewusstsein für Menschenrechtsprobleme.
- Bieten eine Plattform für diejenigen, die in ihren Heimatländern nicht frei sprechen können.
- Üben Druck auf Regierungen und internationale Organisationen aus.
- Fördern ein Gemeinschaftsgefühl unter Expatriates und Aktivisten.
Öffentliche Demonstrationen, selbst in einer Stadt, die weit vom direkten Konflikt entfernt ist, spielen eine wichtige Rolle. Sie halten die Sache sichtbar und verhindern, dass die internationale Gemeinschaft das Leid der von politischen und wirtschaftlichen Krisen Betroffenen übersieht.
Der Berner Protest endete friedlich, die Teilnehmer zerstreuten sich, nachdem sie ihre Stimmen erhoben hatten. Die Veranstaltung unterstrich das Engagement von Personen, die sich dafür einsetzen, die Menschen im Iran aus der Ferne zu unterstützen.




