Das ikonische Berner Wankdorf-Stadion, normalerweise die Heimat des Fussballclubs Young Boys (YB), wird am 5. Juli zu einer grossen Schwingarena. Der Veranstaltungsort wird das prestigeträchtige Bernische Kantonale Schwingfest beherbergen und den traditionellen Schweizer Sport in ein modernes Stadionambiente bringen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Das Wankdorf-Stadion wird am 5. Juli das Bernische Kantonale Schwingfest ausrichten.
- Dieses Ereignis markiert eine bedeutende Überschneidung zwischen Fussball und traditionellem Schweizer Schwingen.
- Zwei prominente Schweizer Schwinger, Fabian Staudenmann und Christian Stucki, bewerben die Veranstaltung aktiv.
- Das Stadion hat eine Geschichte der Ausrichtung grosser Schwingfeste, einschliesslich des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 1998.
Wankdorf verwandelt sich in Schwingarena
Das bevorstehende Bernische Kantonale Schwingfest stellt eine einzigartige Fusion aus moderner Sportinfrastruktur und tief verwurzelter Schweizer Tradition dar. Am 5. Juli wird der üppige grüne Rasen des Wankdorf-Stadions, der normalerweise für Fussballspiele reserviert ist, für das Schwingen mit Sägemehl bedeckt.
Dieses Ereignis unterstreicht die wachsende Attraktivität des traditionellen Schweizer Schwingens für ein breiteres Publikum. Die Organisatoren hoffen, sowohl eingefleischte Schwingfans als auch neugierige Fussballbegeisterte ins Stadion zu locken.
Veranstaltungsdetails
- Veranstaltung: Bernisches Kantonales Schwingfest
- Datum: 5. Juli
- Ort: Wankdorf-Stadion, Bern
- Sportart: Schwingen (Traditioneller Schweizer Nationalsport)
Schwingstars bewerben das Ereignis
Zwei der bekanntesten Schweizer Schwingstars, Fabian Staudenmann und Christian Stucki, bewerben das bevorstehende Fest aktiv. Sie äusserten ihre Begeisterung darüber, das Schwingen an einen so prominenten Ort zu bringen.
Fabian Staudenmann, eine bekannte Persönlichkeit in der Schwingergemeinschaft, teilte kürzlich seine Begeisterung mit. Er hob den Kontrast hervor, Fussball im Wankdorf zu schauen und nun dort anzutreten.
"Wir geniessen es immer, YB hier im Wankdorf-Stadion zu sehen, hoffentlich drei Punkte zu gewinnen", sagte Fabian Staudenmann in einem kürzlich veröffentlichten Video. "Aber nächstes Jahr wird es ein weiteres Highlight geben."
Christian Stucki, ein weiterer legendärer Schwinger, betonte ebenfalls die Transformation des Veranstaltungsortes. Er bezeichnete es als "Wankdorf Schwingarena" und unterstrich damit die temporäre, aber bedeutende Veränderung.
Was ist Schwingen?
Schwingen ist ein traditioneller Schweizer Nationalsport, eine einzigartige Ringkampfart des Landes. Die Wettkämpfer, bekannt als 'Schwinger', tragen spezielle kurze Leinwandhosen über ihrer normalen Kleidung. Sie packen sich gegenseitig an den Hosen am Rücken und versuchen, den Gegner auf den Rücken zu werfen. Ziel ist es, die Schultern des Gegners innerhalb eines markierten Sägemehlkreises auf den Boden zu drücken.
Eine Geschichte grosser Schwingplätze
Ein Schwingfest in einem Fussballstadion auszurichten mag neuartig erscheinen, ist aber für das Schweizer Schwingen nicht völlig beispiellos. Der Sport hat eine Geschichte der Nutzung grosser Veranstaltungsorte, um seine wachsende Fangemeinde unterzubringen.
Im Jahr 2022 fand das Bernische Kantonale Schwingfest in der Stockhorn Arena in Thun statt. Dies zeigte die Machbarkeit und Beliebtheit solcher Veranstaltungen in modernen Stadien.
Noch weiter zurück, im Jahr 1998, war das Wankdorf-Stadion selbst Austragungsort des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes. Dieses Ereignis ist der Höhepunkt des Schweizer Schwingens und findet nur alle drei Jahre statt.
Brücken zwischen Sportgemeinschaften schlagen
Die Organisatoren und Schwinger hoffen, dass Fussballfans diese einzigartige Gelegenheit nutzen werden, um traditionelles Schweizer Schwingen zu erleben. Ziel ist es, ein gemeinsames Sporterlebnis zu schaffen und die Lücke zwischen zwei unterschiedlichen Fangemeinden zu schliessen.
Die Atmosphäre bei einem Schwingfest wird oft als festlich und gemeinschaftlich beschrieben, anders als die Intensität eines Fussballspiels. Dies bietet den Besuchern ein anderes Sportpektakel.
Die Winterpause für Schwinger ist typischerweise eine Zeit der Vorbereitung und des Fitnesstrainings. Die Ankündigung des Bernischen Kantonalen im Wankdorf bietet einen klaren Fokus für ihre kommende Saison. Es dient als ein wichtiges Highlight neben dem Kilchberger Schwinget, einem weiteren bedeutenden Ereignis im Schwingkalender.
- Fabian Staudenmann: Eine führende Persönlichkeit im modernen Schweizer Schwingen.
- Christian Stucki: Ein Veteran und hoch angesehener 'König' des Schweizer Schwingens.
Dieses Ereignis unterstreicht die anhaltende Popularität des Schwingens in der Schweiz. Es zieht weiterhin neue Generationen von Fans und Teilnehmern an und behält seinen Status als wichtiger Bestandteil des Schweizer Kulturerbes bei.




