Die Stadt Bern treibt eine frühe Phase der Neugestaltung des öffentlichen Raums Schützenmatte voran. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf unerwartete Verzögerungen beim laufenden Erweiterungsprojekt des Berner Hauptbahnhofs. Ziel ist es, die Lebensqualität in der Gegend zu verbessern und die soziale Kontrolle zu stärken.
Wichtige Erkenntnisse
- Bern wird mit frühen Aufwertungen der Schützenmatte beginnen.
- Diese Beschleunigung reagiert auf Verzögerungen beim Bahnhofsprojekt.
- Erste Verbesserungen umfassen neue Bäume, Beleuchtung und modulare Strukturen.
- Der Stadtrat wird einen Finanzierungsvorschlag im 2. Quartal 2026 prüfen.
- Die langfristige Vision für die Schützenmatte umfasst mehr Grünflächen und Vielseitigkeit.
Frühe Interventionen für die Schützenmatte
Die Berner Stadtverwaltung plant, Schlüsselelemente der Schützenmatte-Aufwertung früher als ursprünglich geplant umzusetzen. Dieser proaktive Ansatz soll die Auswirkungen des verlängerten Bauzeitplans des Bahnhofs abmildern.
Konkret beabsichtigt die Stadt, einen Teil der Fläche zu entsiegeln und neue Bäume zu pflanzen. Diese Veränderung wird mehr Grün in das Stadtbild bringen. Neue Beleuchtungsinstallationen sind ebenfalls Teil dieser frühen Phase und sollen eine sicherere und einladendere Atmosphäre schaffen.
Fakt: Im Rahmen der ersten Aufwertung werden auf der Schützenmatte Bäume gepflanzt und neue Beleuchtung installiert.
Modulare Strukturen werden ebenfalls installiert, um dem Raum Lebendigkeit und Nutzen zu verleihen. Diese temporären Ergänzungen sollen den Bereich dynamischer und ansprechender für Bewohner und Besucher gleichermaßen machen.
Umgang mit Bahnhofsverzögerungen
Das massive Projekt „Zukunft Bahnhof Bern“ (ZBB), das sich auf die Erweiterung des Berner Bahnhofs konzentriert, hat erhebliche Verzögerungen erfahren. Diese Verzögerungen wirken sich direkt auf den Bereich der Schützenmatte aus, da Teile des Platzes für die Baustelle benötigt werden.
Die vollständige, langfristige Neugestaltung der Schützenmatte kann aufgrund dieser Bauanforderungen frühestens 2032 erfolgen. Angesichts dieses verlängerten Zeitrahmens beschloss der Stadtrat, entscheidende Verbesserungen vorzeitig umzusetzen.
„Unser Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern, den Platz zu beleben und dadurch die soziale Kontrolle zu stärken“, erklärte ein Stadtsprecher.
Dieser phasenweise Ansatz ermöglicht sofortige Vorteile für die Öffentlichkeit, trotz der Anpassungen des Zeitplans des größeren Projekts. Er demonstriert das Engagement der Stadt für die Stadtentwicklung, selbst inmitten komplexer Infrastrukturherausforderungen.
Langfristige Vision für einen vielseitigen öffentlichen Raum
Seit 2022 skizziert eine Vorstudie die langfristige Vision für die Schützenmatte. Diese Studie sieht den Bereich vor der Reitschule als vielseitigen öffentlichen Raum vor. Ein wesentlicher Teil dieser Vision beinhaltet die Reduzierung von Asphaltflächen und das Pflanzen weiterer Bäume.
Hintergrund: Der Bereich Schützenmatte
Die Schützenmatte ist ein prominenter öffentlicher Platz in der Nähe des Kulturzentrums Reitschule in Bern. Sie dient als wichtiger städtischer Raum, der oft für verschiedene öffentliche Versammlungen und Veranstaltungen genutzt wird. Ihre Nähe zum Bahnhof macht sie zu einem stark frequentierten Bereich.
Ziel ist es, die Schützenmatte in eine grünere, fußgängerfreundlichere Umgebung zu verwandeln. Diese Transformation wird eine breitere Palette von Aktivitäten unterstützen und das gesamte Stadterlebnis verbessern.
Der Stadtrat erwartet, im zweiten Quartal 2026 über den notwendigen Finanzierungsvorschlag abzustimmen. Nach einer Genehmigung und dem anschließenden Baubewilligungsverfahren strebt die Stadt an, die Umsetzung so schnell wie möglich zu beginnen.
Verbesserung des öffentlichen Lebens und der Sicherheit
Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf der Schützenmatte geht über die Ästhetik hinaus. Die Stadt glaubt, dass ein lebendigerer und gut gepflegter öffentlicher Raum auf natürliche Weise zu einer stärkeren sozialen Kontrolle führt.
- Erhöhter Fußgängerverkehr in einer angenehmen Umgebung.
- Bessere Beleuchtung zur Erhöhung der Sicherheit in den Abendstunden.
- Vielfältigere Aktivitäten und modulare Strukturen zur Förderung des Zusammenkommens.
Diese Elemente wirken zusammen, um ein Gemeinschaftsgefühl und Eigenverantwortung für den öffentlichen Raum zu fördern. Sie tragen zu einem sichereren und angenehmeren Stadterlebnis für alle bei.
Die frühzeitige Umsetzung dieser Maßnahmen spiegelt einen strategischen Versuch wider, den Bewohnern Berns sofortige Vorteile zu bieten. Sie legt auch den Grundstein für die umfassendere Umgestaltung des Platzes in den kommenden Jahren.




