Berns belebter Guisanplatz wird ab diesem Montag einer zweijährigen Transformation unterzogen. Das Projekt zielt darauf ab, die Verkehrsüberlastung zu reduzieren und die Effizienz des öffentlichen Verkehrs zu verbessern, indem Tram- und Bushaltestellen an die Papiermühlestrasse verlegt werden. Diese umfassende Sanierung ist Teil einer breiteren Anstrengung zur Modernisierung des Entwicklungsgebiets Wankdorf.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Sanierung des Guisanplatzes beginnt diesen Montag und dauert zwei Jahre.
- Tram- und Bushaltestellen werden bis Sommer 2027 an die Papiermühlestrasse verlegt.
- Das Projekt umfasst die Erneuerung von hundertjährigen Wasserleitungen.
- Eine intensive achtwöchige Bauphase ist für Juli-August 2027 geplant.
- Verbesserungen zielen auf Verkehrsfluss, Zugänglichkeit und öffentliche Sicherheit ab.
Erste Phase konzentriert sich auf die unterirdische Infrastruktur
Die erste Phase der Guisanplatz-Sanierung wird sich mit kritischer unterirdischer Infrastruktur befassen. Die Bauarbeiter werden Wasserleitungen unter der Papiermühle- und Tschäppätstrasse ersetzen, von denen einige über 100 Jahre alt sind. Diese anfänglichen Arbeiten sollen die Beeinträchtigung des täglichen Verkehrs minimieren.
Eine ferngesteuerte Bohrmaschine wird die neuen unterirdischen Leitungen erstellen. Nur die Start- und Endgruben für diese Ausrüstung werden an der Oberfläche sichtbar sein. Dieser Ansatz hilft, den Verkehrsfluss in den frühen Phasen des Projekts aufrechtzuerhalten.
Das Projekt auf einen Blick
- Startdatum: Diesen Montag
- Dauer: Zwei Jahre
- Gesamtphasen: Sieben Bauphasen
- Wichtiger Meilenstein: Verlegung der Haltestellen des öffentlichen Verkehrs bis Sommer 2027
- Intensive Phase: Acht Wochen im Juli und August 2027
Verlegung der Haltestellen des öffentlichen Verkehrs
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Verlegung der Tram- und Bushaltestellen an die Papiermühlestrasse. Diese Verlegung soll bis Sommer 2027 abgeschlossen sein. Die neuen Haltestellen werden barrierefrei zugänglich sein und somit die Nutzung für alle Fahrgäste erleichtern.
Das neue Design wird direkte Verbindungen zum Bundesverwaltungszentrum und zur neuen Festhalle bieten. Diese strategische Platzierung zielt darauf ab, den Zugang zum öffentlichen Verkehr für Pendler und Besucher zu optimieren. Die Verlagerung soll die Überlastung am derzeitigen Engpass Guisanplatz erheblich entlasten.
"Der stark frequentierte Guisanplatz ist zu einem echten Nadelöhr geworden", hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt und des Kantons Bern sowie der Bernmobil-Verkehrsbetriebe. "Die Verlegung der Tram- und Bushaltestellen ist eine Schlüsselmassnahme zur Entlastung."
Änderungen für die Tramlinie 9
Die Tramlinie 9 wird im Rahmen dieser Überarbeitung erhebliche Änderungen erfahren. Im Normalbetrieb werden die Trams die Wendeschleife vor dem Messegelände nicht mehr nutzen. Stattdessen werden sie direkt in die Papiermühlestrasse abbiegen.
Die Wendeschleife wird nur bei Grossveranstaltungen genutzt. Diese Anpassung soll die Effizienz des täglichen Trambetriebs verbessern und die Gesamtfahrzeiten verkürzen.
Intensive Bauarbeiten und Strassensperrungen
Die intensivste Bauphase ist für Juli und August 2027 geplant. In diesem achtwöchigen Zeitraum werden die Oberflächenarbeiten, einschliesslich der Fertigstellung der neuen Tram- und Bushaltestellen, im Mittelpunkt stehen.
Während dieser kritischen Phase wird der Guisanplatz für drei Tage vollständig für den Verkehr gesperrt. Autofahrer und Nutzer des öffentlichen Verkehrs müssen in dieser Zeit mit erheblichen Behinderungen rechnen. Detaillierte Verkehrsmanagementpläne werden näher am Datum kommuniziert.
Entwicklungsgebiet Wankdorf
Der Guisanplatz liegt im Entwicklungsgebiet Wankdorf, dem grössten solchen Schwerpunktgebiet im Kanton Bern. Diese Region erlebt ein erhebliches Wachstum, was zu einer Zunahme des Verkehrsaufkommens führt. Das Sanierungsprojekt ist entscheidend für die Bewältigung dieser Expansion und die Gewährleistung einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Verbesserung der Sicherheit und der öffentlichen Räume
Neben dem Verkehrsfluss priorisiert das Projekt auch die Sicherheit und die städtische Qualität. Die letzte Bauphase wird Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Radfahrer und Fussgänger, umsetzen. Dazu gehören verbesserte Übergänge und spezielle Wege.
Die Gesamtqualität des öffentlichen Raums am Guisanplatz wird ebenfalls verbessert. Geplant sind das Pflanzen neuer Bäume und die Entsiegelung bestimmter Bereiche. Diese Begrünungsinitiativen zielen darauf ab, eine einladendere und umweltfreundlichere Stadtumgebung für Bewohner und Besucher zu schaffen.
Die vielseitige Sanierung des Guisanplatzes stellt eine bedeutende Investition in die Infrastruktur Berns dar. Sie begegnet unmittelbaren Verkehrsherausforderungen und plant gleichzeitig für zukünftiges Wachstum im Wankdorfgebiet. Die Bewohner können nach Abschluss des Projekts einen effizienteren, sichereren und ästhetisch ansprechenderen öffentlichen Raum erwarten.




